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22 / 08 / 2018

Der Real Life MBA oder wie systemisches Lernen alles ändert

Was soll das eigentlich sein, ein „Real Life MBA“?

Tim Ferriss, Author einiger NY Times Bestseller (Tools of Titans, 4 Hour Work Week etc), Investor und Podcaster hat den Begriff ins Spiel gebracht.

Er stand in jüngeren Jahren irgendwann vor der Frage, ob er zusätzlich zu seiner akademischen Ausbildung in Princeton noch ein sehr anerkanntes MBA-Programm drauf packen sollte.

Statt einfach diesen „klassischen“ Weg einzuschlagen, hat er sich überlegt, wie es wohl wäre wenn er die 160 Tsd USD die ein MBA dort kosten würde, stattdessen in ein paar Startups investiert und sich dort aktiv einbringt.

Und die Frage, die er sich dazu stellte:

„Wenn nach 2 Jahren (solange würde der MBA dauern) das ganze Geld weg sein sollte, was werde ich dann über das Management gelernt haben? Und wie verhält sich das zu dem was mir der ‚echte‘ MBA gebracht hätte?“

Er kam zu der Einschätzung, dass es mindestens gleich viel sein würde und hat es einfach probiert.

Worum geht es also hier? Es geht um nichts anderes als systemisches Lernen.

Es geht darum sich seine Herausforderungen so zu suchen, dass sie auch immer einen klaren, brauchbaren Lerneffekt mit sich bringen. Eine Investition in die eigene Zukunft.

Das gilt natürlich auch für die herkömmliche Arbeitswelt oder sogar andere Lebensbereiche, aber gerade im Umfeld von Startups ist das Lernpotential und die Intensität häufig extrem hoch aus meiner Erfahrung.

Wenn man sich zB plötzlich in aller Tiefe mit Dingen wie Vertrieb, Webseitengestaltung, Unternehmensbewertungen, Strategiefragen, Finanzierungen, Rechtsfragen, Social Media usw auseinander setzen muss. Meistens vieles davon gleichzeitig.

 

„I never lose. I either win or I learn“ (Nelson Mandela)

 

Die Kernfrage, die man sich also wenn man überlegt den Schritt ins Startup-Universum zu wagen stellen darf, ist also:

Was will ich gelernt haben, selbst wenn mein erstes Projekt kein direkter finanzieller Erfolg wird?

 

Bei Tim Ferriss war es am Ende so:

Die 160 Tsd USD, die er mental vorab abgeschrieben hatte, waren noch nicht einmal weg. Er hatte ganz früh in Unternehmen wie zB Uber, Shopify oder Twitter investiert…

Manchmal lernt und gewinnt man sogar gleichzeitig!




09 / 05 / 2018

Unzufrieden mit dem ‘grossen’ Job….

...und warum sich trotzdem keiner an Startups ran traut

In meinem persönlichen Umfeld hier in der Schweiz gibt es viele Leute, die seit vielen Jahren in Grossunternehmen arbeiten.
Viele davon sehr erfolgreich, zumindest vordergründig… Hohes Gehalt, viele Zulagen, Prestige...

Wenn wir dann ins Gespräch kommen und ich so ein bisschen von meinem Weg als “Corporate Animal” hinein in die Startup-Welt in den unterschiedlichsten Rollen erzähle, ernte ich vor allem erstmal viel Neugier.

“ Wie spannend! Wie hast Du das gemacht?”
“ Wie bist Du da dran gekommen?”
“Aber kannst Du davon leben?”
Usw

Was ich dabei spüre, ist dass hinter dieser Neugier oft ein grosses Bedürfnis, fast sowas wie eine Sehnsucht nach Abenteuer und nach Freiheit steckt.
Vielleicht ein tiefer Wunsch nach Selbstbestimmtheit. Der Wunsch danach endlich das berufliche Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Das Ganze ist dann oft gepaart mit einer latenten Unzufriedenheit und Unsicherheit im Jetzt. Zuviel politische Spielchen, immer wiederkehrende Restrukturierungswellen, Ohnmacht Entscheidungen von oben gegenüber usw

“Ich will da ja eigentlich auch raus, ABER….”

Und genau dann geht es los. Eine ganze Reihe von Mythen und Ängsten ranken sich um dieses Thema. Viele davon haben mit (vermeintlicher) Sicherheit, Zukunftsangst und Prestigeverlust zu tun
Das kann ich zu 100% nachfühlen. Genau dort stand ich auch vor nicht allzu langer Zeit.

Die allermeisten dieser Mythen und Bedenken lassen sich recht leicht entkräften. In den allermeisten Fällen kehren sie sich sogar ins Gegenteil um!

Sodass dann nichts mehr im Wege steht um endlich den ersten Schritt zu gehen.

Und genau davon handelt dieser Blog...